Wintersport - perfekt vorbereitet?

17. Januar 2010
posted by Manfred Simonitsch

Sonnenschein, Pulverschnee, blauer Himmel, super gute Luft - einfach herrlich. Und dazu noch eine Prise Bewegung. Am besten aber perfekt vorbereitet, denn die richtige Dosis und Mischung aus Beweglichkeit, Kraft- und Ausdauertraining garantiert Spaß und Freude auf der Piste oder auf der Loipe. Und egal, welche Wintersportart Sie auswählen bzw. ausüben, grundlegend gibt es ein paar wichtige Tipps, die Sie einhalten sollten:
*Bereiten Sie sich körperlich möglichst gut auf Ihre Wintersportart vor
*Überprüfen Sie Ihre Ausrüstungsgegenstände auf Tauglichkeit und Funktionsfähigkeit
*Beginnen Sie Ihre Aktivitäten mit entsprechender Dosierung und steigern Sie nach und nach Intensität und Dauer
*Machen Sie rechtzeitig Pause und genießen Sie Ihren Urlaub
*Geben Sie dem persönlichen “Kontakt mit der Natur” eine Chance, verzichten Sie auf Laptop, Blackberry und Co….zumindest während eines Teils Ihres Urlaubs
*Und lassen Sie Ihren Urlaub zumindest einen Tag auch entsprechend ausklingen, bei Genuss pur, bevor der Alltag wieder Einzug hält

Es ist schon spannend, dass sich gerade im Wintersportbereich nur die Wenigsten auf die hohen technischen und körperlichen Voraussetzungen für die Durchführung vorbereiten. Niemand von uns würde auf die Idee kommen einen einwöchigen Radurlaub ohne entsprechende Vorbereitung auf dem Drahtesel durch zu führen (schon allen wegen dem Allerwertesten). Aber für viele ist es selbstverständlich einen einwöchigen Winterurlaub auf den Traumpisten Österreichs so ganz ohne Vorbereitung zu verbringen. Dabei sind die körperlichen Belastungen gerade in den Wintersportdisziplinen tatsächlich erheblich. Aufgrund der “Bretter, die die Welt bedeuten”, die immer technischer werden und immer höhere Ansprüche an die körperlichen Voraussetzungen stellen (hier vor allem die muskulären und konditionellen Voraussetzungen), ist es einfach immens wichtig, um auch wieder gesund nach Hause zu kommen, die eigenen Fähigkeiten zu schulen und zu trainieren.

Immer wieder kann man auf den Pisten Personen beobachten, die weit über Ihre Verhältnisse fahren. Die Beinahe-Vorschrift der Helmpflicht und auch von Protektoren ist zwar gut und schön, viel wichtiger wäre es aber, wenn sich jedermann- und -frau entsprechend an Pistenregeln hält, und vor allem an den eigenen Fähigkeiten orientiert. Denn dann ist ein ganz wichtiger Grundstein für einen genüsslichen Urlaub für einen selbst und die Miturlauber gelegt…..

Alpenparadies Winterurlaub

Alpenparadies Winterurlaub

Über den Sinn der Beweglichkeit, und wozu Trinken auch noch dient

9. November 2009
posted by Manfred Simonitsch
Beweglich wie eine Schildkröte? oder...

Beweglich wie eine Schildkröte? oder...

...wie ein Schlangenmensch?

...wie ein Schlangenmensch?

Tageszeit, Alter, Geschlecht, Innen- und Außentemperatur (so mancher Yoga Guru macht seine Einheiten bei 38° - 40° Raumtemperatur), all das hat absolut Einfluss auf unsere Beweglichkeit, aber das was am meisten Einfluss darauf hat, Sie ahnen es schon, das sind wir selbst, bzw. unser eigenes Verhalten, was Bewegung betrifft. Auch die Ermüdung und was wichtig ist - Flüssigkeitsmangel - haben tatsächlich auf unsere Beweglichkeit intensiven Einfluss, aber was ist schon “intensiv”? Generell sind Frauen beweglicher als Männer (na gehhhh!!!), weil diese weniger Muskelmasse haben (aha!), einen höheren Fettgewebeanteil und auch einen höheren Wassergehalt im Gewebe haben.

 

Sie sehen - auch mit dem Ernährungs- oder Trinkverhalten kann man positiv auf die Beweglichkeit Einfluss nehmen, ach ja, mit dem Trinkverhalten meine ich ungesüßte Flüssigkeiten OHNE Alkohol und möglichst naturnahe - am besten Wasser, linksdrehend, rechtsdrehend, Grander oder nicht, alles ist erlaubt, hauptsache Wasser mit oder ohne ein bisserl Geschmack (Tee), mit oder ohne zusätzlichem Prickeln (Mineral/Soda). Jetzt aber zurück zum Thema der Bewegungsabgewöhnung: Wir erleben in unserer Physiotherapiepraxis immer mehr Personen, die eine Beweglichkeit nahe der von Schildkröten haben, dies aber einfach nicht registrieren, weil Sie eben Tag ein, Tag aus, glauben nicht mehr an Beweglichkeit zu brauchen. Dass aber Beweglichkeit eine Grundeigenschaft des Organismus ist, Voraussetzung für qualitative und quantitative gute Bewegungsausführungen ist und auch bewirkt, dass Übungen kräftiger, schneller und einfach leichter und fließender ausgeführt werden können, das hat sich wohl noch nicht so richtig herum gesprochen (leider).

 

Beweglichkeit unterteilt sich in Gelenkigkeit der Gelenke und Kapseln, und in die Dehnfähigkeit der beteiligten Muskeln, Sehnen und Bänder. Je besser und geschmeidiger dieser Muskel-, Sehnen-, und Bandapparat  funktioniert, desto besser beugen Sie auch Verletzungen vor, und schützen so Ihren Organismus.

Es muss ja nicht die Beweglichkeit von sogenannten Schlangenmenschen (wie man diese im Zirkus noch sieht) sein, aber reicht die Beweglichkeit einer “Schildkröte” - ganz abgesehen vom Tempo? Nutzen Sie doch das, was Sie erhalten haben, und bewegen Sie regelmäßig Ihre Gelenke, und zwar, wenn möglich, in alle Richtungen, für die das jeweilige Gelenk geeignet ist. USE IT OR LOOSE IT (Verwenden Sie es, oder Sie verlieren es….) - die GRUNDEIGENSCHAFT, die unser Organismus perfekt beherrscht.

Mag. Manfred Simonitsch - Bewegungsexperte Dietix